Jährlicher Viehtrieb

 

Wie in Europa existiert auch in Chile die Tradition der Sömmerung der Tiere in höheren Lagen. Diese Tradition gibt es schon seit sehr langer Zeit und ist ein wichtiges Ritual im Leben der Arrieros (chilenische Cowboys). Anfang Frühling werden die Tiere in grossen Gruppen auf einer mehrtägigen Reise in die hochandinen Täler gebracht. Dort bleiben sie während der Sommermonate auf grossen, saftig grünen Weiden und bewegen sich völlig frei bis weit an die Berghänge hinauf. Die Hirten führen ein hartes Leben, das in beeindruckendem Einklang mit der rauen Natur steht. Die traditionelle Sömmerung der Tiere in den Anden ist sehr vorteilhaft, weil sie sich in diesem idealen Lebensraum zu gesunden und robusten Nutztieren entwickeln und zugleich die Felder in den tiefer gelegenen Regionen zur Futtergewinnung für den Winter oder für den Gemüseanbau genutzt werden können.  

 

Teilnahme an einem Viehtrieb

 

Die Hauptarbeit des Viehtriebs übernehmen unsere erfahrenen Arrieros, die ihre Tiere jahrein jahraus betreuen und die Route wie ihre Westentasche kennen. Wenn Sie an einem solchen Viehtrieb teilnehmen wollen, müssen sie bereits einige Erfahrungen im Sattel gesammelt haben und frühes Aufstehen in Kauf nehmen. Da man die kühlen Morgen- und Abendstunden nutzen muss, folgt man auf dem Viehtrieb einem relativ strengen Zeitplan und der Tag beginnt morgens um 5.00 Uhr. Im Gegensatz zu unseren individuellen Touren muss man damit rechnen,

7 bis 10 Stunden im Sattel zu verbringen.

Die Arbeit auf dem Viehtrieb ist interessant und man darf auf Wunsch auch tatkräftig mithelfen. Wichtig ist die Hilfe bei den Überquerungen grosser Flüsse oder bei kritischen Passagen. Vor allem, wenn man bedenkt, dass einige Jungtiere erst ein paar Tage alt sind oder gar auf dem Weg in die Anden geboren werden.

 

Daten

 

Viehauftrieb                    am 15. Dezember

Viehabtrieb                     am 25. März  

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